Sucht oder Normalität?
Wenn soziale Medien unser Leben bestimmen
Wir kennen Alkoholsüchtige, Drogensüchtige oder Spielsüchtige, aber gibt es auch Menschen die süchtig nach sozialen Medien sind? Definiert wird Sucht als eine Abhängigkeit von einem bestimmten Stoff oder einer bestimmten Verhaltensweise. Sie ist "gekennzeichnet durch ein unabweisbares Verlangen nach einem bestimmten Gefühls-, Erlebnis-, und Bewusststeinszustand." Aus dieser Definition lässt sich schließen, dass man nicht nur nach einem bestimmten Stoff wie Alkohol oder Drogen süchtig sein kann, sondern auch nach dem veränderten Erleben als Folge des Konsums oder des Verhaltens, also durchaus auch nach sozialen Medien.[1]
Die Angst etwas zu verpassen
Ein Ansatz der erklärt, weshalb wir so oft zu Facebook, Instagram & Co. greifen ist der Ansatz des Fear of Missing Out, kurz FoMO. Er geht davon aus, dass wir befürchten andere könnten tolle Erfahrungen erleben ohne, dass wir diese mitbekommen. Wir haben also den Wunsch ständig mit anderen Menschen verbunden zu sein und Teil an deren Leben zu haben.[2] So rutscht man natürlich auch leichter in eine Abhänigkeit zu den Medien, ohne dass man es bewusst bemerkt.
Woran man merkt, dass man süchtig ist
Wenn ihr euch die Frage stellt, woran ihr denn merkt, dass ihr eventuell süchtig seid hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sechs Kriterien zusammengestellt, von denen mindestens drei während des letzten Jahres auf euch zutreffen müssen.[3]
Auszeit nehmen
Wenn mindestens drei der vorhergehenden Kriterien auf euch zutreffen, solltet ihr euch unbedingt Gedanken machen wie es nun weiter geht. Am Besten sprecht ihr das Thema bei eurer Familie und euren Freunden an und fragt bei einem Arzt um Hilfe. Versucht kleine Schritte weg von eurer Sucht. Statt 50 Minuten auf Instagram zu surfen, setzt euch das Ziel nur 10 Minuten Zeit dazu zu verwenden. Und statt immer nur online mit euren Freunden zu kommunizieren, trefft sie doch lieber auf einen Kaffee.[4]
Egal ob süchtig oder nicht, soziale Medien haben viele Vorteile, dennoch ist es manchmal wichtig das Smartphone wegzulegen und den Moment einfach so zu genießen, denn die schönsten Momente passieren in der Realität.
Quellen
[1] Gross, W. (2016). Was Sie schon immer über Sucht wissen wollten. Heidelberg: Springer-Verlag Berlin.
[2] Przybylski, A., Murayama, K., DeHaan, C., & Gladwell, V. (2013). Motivational, emotional, and behavioral correlates of fear of missing out. Computers in Human Behavior, 29(4), 1841-1848.
[3] http://www.kmdd.de/infopool-was-ist-sucht.htm, aufgerufen am 05.03.2018
[4] https://lavario.de/suchtblog/20-sofort-umsetzbare-tipps-gegen-sucht, aufgerufen am 05.03.2018
Abbildung [1] https://pixabay.com/de/soziale-medien-soziale-netzwerke-2778056/, aufgerufen am 05.03.2018
Abbildung [2] https://pixabay.com/de/pokal-restaurant-getr%C3%A4nke-gesch%C3%A4ft-2884058/, aufgerufen am 05.03.2018
Wenn soziale Medien unser Leben bestimmen
Wir kennen Alkoholsüchtige, Drogensüchtige oder Spielsüchtige, aber gibt es auch Menschen die süchtig nach sozialen Medien sind? Definiert wird Sucht als eine Abhängigkeit von einem bestimmten Stoff oder einer bestimmten Verhaltensweise. Sie ist "gekennzeichnet durch ein unabweisbares Verlangen nach einem bestimmten Gefühls-, Erlebnis-, und Bewusststeinszustand." Aus dieser Definition lässt sich schließen, dass man nicht nur nach einem bestimmten Stoff wie Alkohol oder Drogen süchtig sein kann, sondern auch nach dem veränderten Erleben als Folge des Konsums oder des Verhaltens, also durchaus auch nach sozialen Medien.[1]
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| Abbildung [1] |
Ein Ansatz der erklärt, weshalb wir so oft zu Facebook, Instagram & Co. greifen ist der Ansatz des Fear of Missing Out, kurz FoMO. Er geht davon aus, dass wir befürchten andere könnten tolle Erfahrungen erleben ohne, dass wir diese mitbekommen. Wir haben also den Wunsch ständig mit anderen Menschen verbunden zu sein und Teil an deren Leben zu haben.[2] So rutscht man natürlich auch leichter in eine Abhänigkeit zu den Medien, ohne dass man es bewusst bemerkt.
Woran man merkt, dass man süchtig ist
Wenn ihr euch die Frage stellt, woran ihr denn merkt, dass ihr eventuell süchtig seid hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sechs Kriterien zusammengestellt, von denen mindestens drei während des letzten Jahres auf euch zutreffen müssen.[3]
- Ein starker Wunsch oder eine Art Zwang zu konsumieren
- Verminderte Kontrollfähigkeit in Bezug auf den Beginn, die Beendigung oder die Menge des Konsums
- Ein körperliches Entzugssyndrom bei Beendigung oder Reduktion des Konsums
- Nachweis einer Toleranz, im Sinne von erhöhten Dosen, die erforderlich sind, um die ursprüngliche durchniedrigere Dosen erreichte Wirkung hervorzurufen
- Fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügungen oder Interessen zugunsten des Konsums sowie ein erhöhter Zeitaufwand, um zu konsumieren oder sich von den Folgen zu erholen
- Anhaltender Konsum trotz des Nachweises eindeutig schädlicher Folgen
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| Abbildung [2] |
Auszeit nehmen
Wenn mindestens drei der vorhergehenden Kriterien auf euch zutreffen, solltet ihr euch unbedingt Gedanken machen wie es nun weiter geht. Am Besten sprecht ihr das Thema bei eurer Familie und euren Freunden an und fragt bei einem Arzt um Hilfe. Versucht kleine Schritte weg von eurer Sucht. Statt 50 Minuten auf Instagram zu surfen, setzt euch das Ziel nur 10 Minuten Zeit dazu zu verwenden. Und statt immer nur online mit euren Freunden zu kommunizieren, trefft sie doch lieber auf einen Kaffee.[4]
Egal ob süchtig oder nicht, soziale Medien haben viele Vorteile, dennoch ist es manchmal wichtig das Smartphone wegzulegen und den Moment einfach so zu genießen, denn die schönsten Momente passieren in der Realität.
Quellen
[1] Gross, W. (2016). Was Sie schon immer über Sucht wissen wollten. Heidelberg: Springer-Verlag Berlin.
[2] Przybylski, A., Murayama, K., DeHaan, C., & Gladwell, V. (2013). Motivational, emotional, and behavioral correlates of fear of missing out. Computers in Human Behavior, 29(4), 1841-1848.
[3] http://www.kmdd.de/infopool-was-ist-sucht.htm, aufgerufen am 05.03.2018
[4] https://lavario.de/suchtblog/20-sofort-umsetzbare-tipps-gegen-sucht, aufgerufen am 05.03.2018
Abbildung [1] https://pixabay.com/de/soziale-medien-soziale-netzwerke-2778056/, aufgerufen am 05.03.2018
Abbildung [2] https://pixabay.com/de/pokal-restaurant-getr%C3%A4nke-gesch%C3%A4ft-2884058/, aufgerufen am 05.03.2018



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